Archiv für den Monat Februar 2016

Ich hätte es wissen müssen von Tom Leveen

Tori muss für das was sie getan hat morgen vor Gericht – sie und einige andere Jugendliche haben bei Facebook Kevin so stark beleidigt das dieser sich umbrachte. Doch in der Nacht klingelt ihr Handy. Der Anrufer Andy behauptet er möchte sich gleich umbringen. Andy sagt er hat ihre Nummer aus Zufall gewählt und sie soll ihm einen Grund nennen, warum er am Leben bleiben soll. Tori ist verunsichert, sagt er die Wahrheit – ist es wirklich Zufall das er gerade sie angerufen hat? Schließlich muss sie sich entscheiden, glaubt sie Andy oder riskiert sie für einen zweiten Selbstmord verantwortlich zu sein.

Ein schöner Schreibstil, der sich angenehm lesen lässt. Erfrischend finde ich auch die Chatauszüge die am Ende der Kapitel abgedruckt sind. Das Buch ist durchgehend spannend und man fühlt sich ab und an in Tori versetzt und überlegt wer Andy ist. Ich finde gut das das wichtige Thema „Mobbing im Ingernet“ so schonungslos und ehrlich dargestellt wird. Ich hoffe das Buch kann einigen Menschen die Augen öffnen. Das Cover ist schlicht und der Titel macht nachdem man das Buch gelesen hat Sinn.

5 von 5 Sternen

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Ich.bin.so.glücklich von Jessica Knoll

Ani FaNelli scheint das tollste Leben zu haben. Sie arbeitet bei einem Bekannten Modemagazin, ist verlobt und wohnt in einer schicken Penthouse Wohnung. Doch dieses Leben hatte Ani nicht immer. Als Jugendliche musste sie so einiges durchmachen und trägt ein Geheimnis mit sich, welches von einer Person wieder hoch kommt. Und schon bald ist die Frage ob Ani wirklich glücklich ist.

Im Buch erfährt man einmal von Ani als Jugendliche – welches Geheimnis sie hat und dann als erwachsene Verlobte Frau. Ich finde beide Seiten gleichermaßen interessant erzählt. Im Buch wird es zu keinem Zeitpunkt langweilig und man denkt „noch mehr kann doch nicht mehr kommen“ und man irrt sich. Das Cover finde ich sehr hochwertig gearbeitet und der Titel auch irgendwie passend.

Es gehört nun zu einem meiner Lieblingsbücher, Daumen hoch!

5 von 5 Sternen

Zwei fürs Leben von Julia Hanel

Anni hatte einen schweren Unfall, als sie danach im Krankenhaus aufwacht, hört sei eine fremde Stimme im Kopf. Sie hört Ben, der selber im Krankenhaus liegt und zwar im Koma. Täglich hört sie die Stimme des jungen Architekten. Aus anfänglicher Skepsis wird schon bald eine Freundschaft und Anni freut sich auf die Gespräche mit Ben. Und obwohl beide in einer Beziehung sind werden die Gefühle immer mehr. Doch kann man sich in jemanden verlieben den man noch nie gesehen hat? Und plötzlich ist es still im Kopf…

Eine etwas andere aber trotzdem schöne Liebesgeschichte mit einem ungewöhnlichen Ende. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, so dass ich das Buch bereits nach wenigen Tagen durch hatte. Man bekommt Kapitelweise die Sichtweise von Ben und Anni gezeigt. Ich finde die Geschichte sehr gut aufgebaut und es wird nie langweilig. Das Cover ist passend und gut gestaltet.

Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen.

5 von 5 Sternen

Wir waren hier von Nana Rademacher

Berlin 2039: Die ganze Stadt liegt im Trümmern, die Menschen frieren und hungern, verstecken sich vor den Soldaten. Und da ist Anna die heimliche auf ihrem Blog Tagebuch schreibt und da kommt eine Nachricht zurück. Von Ben der Anna unbedingt sehen will. So beginnt Anna für ihr Leben zu kämpfen und riskiert alles für die Liebe.

Eine interessante Geschichte gut verpackt. Das Buch ist leicht und vertändlich geschrieben, es wird alles unverschönt beschrieben. Ich finde das Buch von der ersten Seite an sehr interessant, man möchte ich nicht zur Seite legen. Besonders gut finde ich die Chats zwischen Anna und Ben, die lockern die ganze Geschcihte auf. Das Cover trifft gut den Kern der Geschichte und der Titel „Wir waren hier“ könnte hier nicht passender sein.

5 von 5 Sternen

Und du bist nicht zurückgekommen von Marceline Loridan-Ivens

Mit ihren jungen fünfzehn Jahren kommt Marceline mit ihrem Vater in ein Lager. Er kommt nach Auschwitz und sie nach Birkenau – nur wenige Kilometer sind beide getrennt. Doch nur einer überlebt – sie. Siebzig Jahre später schreibt Marceline einen Brief an ihren Vater, den er nicht lesen wird. Ein mal bekommt sie eine Nachricht von ihrem Vater, doch gleich danach vergisst sie schon was auf dem kleinen Zettel stand.

Eine kurze aber herzzerreißende Geschichte, über eine Frau die als Fünfzehnjährige das für unsere Zeit unvorstellbarste miterlebt und überlebt hat. Die danach versucht sich ins Leben wieder zu finden und nie ihren Vater vergisst. Man erfährt jedes Detail unverschönt und jede Seite geht mitten ins Herz.

Ich kann das Buch nur sehr empfehlen.

4 von 5 Sternen

Frühstück mit Sophie von Jennifer Bentz

Louisa ist mit ihren 38 Jahren so spießig und durchstrukturiert wie niemand sonst. Doch am Valentinstag als die auf ihren Antrag wartet, bekommt sie von Steffen eine negative Nachricht und zieht aus. Glücklicherweise hat das Rentnerpaar Sophie und Paul ein WG Zimmer frei. Schnell merkt Louisa das es dort sehr wild zugeht und sie ein falsches Bild von Rentnern hatte. Bei dem vielen Chaos ist sie verunsichert, schließlich geht ihr strukturieres Leben nicht so weiter wie geplant. Der sexy aber kriminelle Nachbar Ben nervt zunehmend Louisa. Doch warum muss sie immer öfter an ihn denken?

Am Anfang wurde ich mit den Charakteren nicht wirklich warm, doch während des Buches habe ich alle ins Herz geschlossen. Ich mochte Louisa immer sehr und es war schön zu sehen wie sie immer lockerer wurde. Die Hundenamen sind wirklich super und auch so gab es die ein oder andere Schmunzelstelle. Schön fand ich das sich alle im Haus untereinander geholfen und so schön unterstütz haben. Gegen Ende des Buches hat man auch erfahren warum das Buch den Titel trägt, das fand ich echt cool. Einziger Störfaktor war für mich im Buch das sich das Thema Cannabiskonsum und Anbau durch das ganze Buch gezogen hat.

4 von 5 Sternen

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