Archiv für den Monat Juli 2017

Dann bin ich eben weg von Christine Fehér

Sina möchte so schlank sein wie Melli, ihre beste Freundin. Und obwohl sie nicht dick ist möchte sie noch mehr abnehmen so genauso schlank zu sein. Sina will endlich in die angesagte Jeans passen und ihrem Schwarm Fabio gefallen. Immer mehr gerät sie in den Strudel aus hungern und Sport, bis sie zusammenbricht.

Mich hat das Cover und der Titel angesprochen, ebenso wie die Thematik zur Magersucht. Den Anfang fand ich auch ziemlich gut, wie die Symptome der Magersucht beschrieben werden. Ab der Hälfte wurde es nur noch unreal. Sina kommt doch recht schnell und leicht wieder aus der Magersucht raus. Im Krankhaus fängt sie an zu fressen, zu Hause aber hungert sie wieder, das ergibt keinen Sinn. Für mich scheint sich die Autorin nicht genug mit dem Thema auseinander gesetzt zu haben. Es wirkt alles sehr verharmlost, als wenn man nach einigen Tagen wieder normal anfängt zu essen. Auch bekommt man keinen Bezug über welchen Zeitraum sich das ganze erstreckt. Auch die Mutter gefällt mir hier nicht. Obwohl sie sieht wie dünn Sina ist und sogar es auf der Waage erkennt, unternimmt sie rein gar nichts. Auch im Therapiezustand scheint sie keine große Hilfe zu sein.

Insgesamt ein nettes Buch zwischendurch, aber auch nicht mehr. Für Leute die sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen wollen oder aber ihre Kinder vor dem Thema abschrecken wollen, rate ich von diesem Buch ab. Es verharmlost diese schlimme Krankheit auf das Minimalste und wirkt wenig recherchiert. Ich würde es selber auch kein zweites mal lesen.

2 von 5 Sternen

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