Esst euer Eis auf, sonst gibt’s keine Pommes von Katja Zimmermann

Katja ist schwanger und das gleich doppelt, sie bekommt Zwillinge. So freut sie sich auf die Zukunft mit ihrer Jugendliebe bis dieser ihr eröffnet das er sie verlässt. So ist Katja auf sich gestellt und bewerkstelligt die beiden Kinder ohne Mann.

Zunächst finde ich sowohl den Titel als auch das Cover sehr gelungen und witzig. Doch leider fehlt mir dieser Humor etwas im Buch. Das Buch ist teils ein Ratgeber für Alleinerziehende Mütter, aber auch eine kleine Meckerte Rade. Dabei wird beschrieben wie Katja ihr Leben mit den Zwillingen beschreitet, wo sie sich Hilfe holt und wie sie ihren Tag strukturiert. Es werden Themen wie Urlaub, Freunde, Freizeit und neue Männerbekanntschaften ins Buch eingebunden. So finde ich den Schreibstil aber angenehm und das Buch lässt sich gut und schnell lesen.

Insgesamt wohl ein netter Ratgeber für Alleinerziehende, jedoch ohne den Humor den ich so sehr erhofft habe.

4 von 5 Sternen

Millionärin wider Willen – Elenas Geheimnis von Brigitte Teufl-Heimhilcher

Als die ehemalige Ärztin Elena aus einer Laune heraus einen Lottoschein kauft, ahnt sich nicht das sie den Jackpot gewinnt. So überlegt sie wie sie den unerwarteten Gewinn sinnvoll einsetzen kann. Doch soll sie wirklich ihren Kindern was abgeben? Schließlich traut sie dem sprunghaften Axel nicht viel Geld an. Auch Kerstin, ihre Tochter würde das Geld nur unnötigerweise in eine neue Wohnung investieren. Also möchte sich Elena vorerst nur ihrem Anwalt anvertrauen. Doch wie lange soll sie das Geheimnis vor ihrer Familie geheim halten?

Erst mal finde ich das Cover und auch den Titel recht passend gewählt. Beides hat mich gleich angesprochen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Elena und mehreren Familienmitgliedern wie Axel, Kerstin und Axels Frau Maren erzählt. Dabei werden vorwiegend die Themen Familienprobleme, Immobilien und Politik angeschnitten, alles Themen die mich leider nicht begeistern können. So plätscherte die Geschichte ohne jeglichen Spannungsbogen so dahin. Schade finde ich allerdings auch das obwohl das Buch „Elenas Geheimnis“ heißt, die Figur doch oft in den Hintergrund geriet und teilweise als Randfigur rüberkommt. Auch konnte ich zu den Figuren keinen Drat aufbauen, da mir die meisten Figuren einfach zu unsympathisch rüber kamen. Das mag daran liegen das die Familienmitglieder sich untereinander recht madig gemacht haben. Auch habe ich mehr Pfiff und Witz erwartet, das blieb völlig auf der Strecke. Auch das Ende kam mir zu plötzlich und zu überschlagen und hatte für mich wenig Struktur. Ich hätte mir das Ende auch ein wenig fröhlicher vorgestellt, als es rüber kam.

Insgesamt eine solide Geschichte, von der man aber keine große Spannung erwarten darf. Ich bin gespannt auf den nächsten Teil, in der Hoffnung das er besser ausfällt.

3 von 5 Sternen
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Starnberg. Marrakesch. Starnberg. von Thomas Pyczak

Als die dreißigjährige Unternehmerin Mia einen Burnout erleidet, beschließt sie erstmal aus Berlin zu gehen und zieht nach Starnberg. Dort angekommen möchte sie schnellstmöglich genesen. Schon bald lernt sie dort ein Flüchtlingspärchen kennen. Sehr schnell entwickelt sich zu Almaz eine große Freundschaft. Doch dann wird Almaz schwer krank und nur ihr Bruder kann sie retten, so bittet sie Mia nach Marrakesch zu fliegen um ihren Bruder Gabril zu finden. Zeitgleich erfährt Mia das ihr Geschäftspartner Jo sie aus der Firma drängen will, wodurch sie zurück nach Berlin will. Doch vorher möchte sie ihrer Freundin helfen und reist nach Afrika. Angekommen in einer ganz neuen Welt ist Mia fasziniert und abgestoßen zugleich. Auf der Suche nach dem verlorenen Bruder wird sie immer mehr in den Zauber von Marrakesch gezogen. Schließlich trifft sie sogar auf ihre eigene Vergangenheit und weiß gar nicht mehr was Märchen und was Wahrheit ist.

Das Buch hat mich sofort in den Bann gezogen. Die Schilderungen sind sehr detailreich und schön ausgeschmückt. Die Figuren sind gut gestaltet, so dass man sich prima in sie hineinversetzen kann. Auch wenn man noch nie in Marrakesch war, kann man sich durch die Erzählungen die Orte sehr gut vorstellen. Mia als Protagonistin ist sympathisch gestaltet. Ich finde auch das das Buch nie langweilig wird, da es immer spannend bleibt und immer wieder neue Ereignisse passieren, ohne das es überladen wirkt. Das Cover ist ausdrucksstark und spiegelt Mia gut wieder. Der Titel ist einfach gehalten, was ich gut finde.

Insgesamt ein tolles Buch mit viel Spannung und aktuellen Themen. Klare Kaufempfehlung von mir.

5 von 5 Sternen

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Plätzchen & Stollen von Bernd Neuner

Das Buch verspricht klassische und neue Rezepte in einem Buch zu vereinen. Dabei geht es hier nur um weihnachtliches Gebäck – ob Plätzchen, Stollen, Kuchen oder Konfekt, jeder soll hier auf seine Kosten kommen. So verspricht der Konditor Bernd Neuner die leckersten Rezepte in bester Qualität hier vereint zu haben.

Die Rezeptesammlung wurde als Hardcover herausgebracht. Das Cover und der Titel zeigen schon auf den ersten Blick was einen erwartet „Plätzchen und Stollen“. Nach einer zweiseitigen Einführung werden die Rezepte vorgestellt. Diese sind in die Kategorien „Plätzchen“ und „Stollen“unterteilt, was nicht bedeutet das nur die beiden Gebäcke enthalten sind. Auch beispielsweise Früchtebrot und weihnachtliche Cupcakes haben sich eingeschlichen. Auf einer Doppelseite wird je ein Rezept vorgestellt. Dabei gibt es ein großes und appetitliches Foto, die Zutatenliste, eine kurze Beschreibung zur Zubereitung und auf einigen Seiten einen Tipp. Die Rezeptschilderung ist verständlich geschrieben, so das es auch ein Anfänger nachbacken kann. Insgesamt werden 31 verschiedene Rezepte vorgestellt, von denen ich bisher zwei nachgebacken habe. Einmal die klassischen Vanillekipferl und Schokotaler. Beide waren vom Schwierigkeitsgrad verschieden, jedoch mit der Anleitung gut umsetzbar. So waren alle „Verkoster“ verschiedenen Alters wirklich begeistert von beiden Gebäcken und deren Geschmack und Konsistenz. Die Vanillekipferl wurden mit den Worten „wie von Oma“ gelobt.

Insgesamt kann ich sagen das mich das Backbuch jetzt schon begeistert hat. Die Rezepte sind für jeden Weihnachtsliebhaber ein muss und leicht nachzumachen und vor allem lecker. Sicher werde ich noch einige Rezepte nachbacken und auch die nächsten Jahre große Freude dran haben. Eine klare Kaufempfehlung von mir.

5 von 5 Sternen

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The Girls von Emma Cline

Die vierzehnjährige Evie möchte unbedingt aufmerksam erlangen, doch diese bekommt sie weder von Freunden noch von ihren geschiedenen Eltern. Doch schließlich begegnet die den „Girls“. Die frechen Mädels, die sich nicht viel aus ihrem Aussehen machen und viel lachen. Von Suzanne die zu den „Girls“ zählt, ist sie sofort begeistert. Also beschließt sie auch auf die Ranch zu ziehen. Doch ist das Leben da wirklich so toll? Ist das alles die wilden Partys und den Sex wert oder ist ihr Leben bald eine Ruine?

Das Buch hat mich aufgrund des Covers sofort angesprochen, auch der kurze Titel ist passend. Das Buch ist insgesamt in zwei Zeitzonen geschrieben. Beide finde ich recht interessant und gut geschrieben. Der Schreibstil gefällt mir ausgesprochen gut und hat mich das ein oder andere mal in den Bann gezogen. Ein Buch welches auch zum denken anregt und voller Spannung ist.

4 von 5 Sternen

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Soja-Steak an Vollmondwasser von Markus Barth

In diesem Buch sollen Lebensmittel, wie die „Superfood“ aufs Korn genommen werden. Dabei werden seltsame und skurrile Fragen in Augenschein genommen. Es werden Lebensmittel wie Chai Samen, Drachenfrucht und Tofu in die lustige Ecke getrieben.

Zunächst war ich sehr gespannt auf das Buch, da es mich vom Klapptext her angesprochen hat. Auch das Cover und den Titel finde ich toll gewählt und durch das Hardcover wirkt es sehr hochwertig. Am Anfang fand ich den Schreibstil seltsam, hoffte aber das ich mich während des Buches dran gewöhnen werde. Leider wurde es eher im Laufe des Buches schlimmer. Die Art, die Lebensmittel direkt im Buch anzusprechen hat mir überhaupt nicht zugesagt. Ebenso habe ich mir eher „exotische“ Lebensmittel vorgestellt, wie eben Tofu, stattdessen wurden selbst Lebensmittel wie Tee und Wasser auf die Schippe genommen. Doch der Hauptkritikpunkt ist, das ich eher erwartet habe, das die „Superwirkung“ und Versprechungen der Lebensmittelindustrie anhand fundierter Fakten „zerschmettert“ werden, doch leider waren Fakten in dem Buch Mangelware und es ging nur darum, möglichst viele Lebensmittel auf kleinen Abschnitten schlecht zu machen. Auch störte mich das sehr oft fallende Wort „Kacke“. Wie ich finde gehört solche Worte nun wahrlich nicht in ein Lebensmittelbuch, trotz allem Witz. So blieben bei mir die Schmunzler leider sehr auf der Strecke und es waren nur wenige Seiten dabei die mich wirklich amüsiert haben.

Hinten sind Rezepte drin von Katrin Bauerfeind

In dem Buch erzählt die Autorin mit viel Humor was es heißt eine Frau zu sein. Dabei kommt sie ohne erhobenen Finger oder blödsinnigem Gerede aus. Es wird erklärt wie „Frau“ denkt, fühlt und handelt. Dabei werden Alltagssituationen erklärt aber auch Klischees aufgegriffen. So erfährt man über die weibliche Emanzipation, Wellness, fehlende Unterwäsche, Männer und vieles mehr das ein oder andere interessante Detail. Ach und noch etwas: Hinten gibt es gar keine Rezepte.

Ich war recht gespannt auf das Buch. Das Cover mit Katrin Bauerfeind mag ich genauso wie den Titel. Der Schreibstil hat mich von der ersten Seite gleich gepackt, ich habe das Buch gerne gelesen und es las sich super schnell. Frau Bauerfeind hat die nötige Portion Humor eingebracht und die ganze Sache schön auf die Schippe genommen. Dabei werden recht vielfältige Themen aufgegriffen – ich musste herrlich schmunzeln bei den Ausführungen.

Insgesamt ein lustiges, in sich rundes Buch, über das weibliche Geschlecht. Kann ich nur weiterempfehlen.

4 von 5 Sternen

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